STATUS #NOTBUSY

Ich irre herum, mindestens über die achte Brücke, planlos, verwirrt, faul, frei, je nach Lust und Laune, ohne Sinn und Verstand, nackt, wie ein unbeschriebenes Blatt. Es kommt wie es kommt und geht auch wieder. Halte inne, atme, denke, danke und – oh ja esse! Schon immer gerne, hungrig, liebend, viel, langsam.

 

#notbusy

Das höchste Gut unserer heutigen Gesellschaft ist Zeit und auch wenn sich dieses Gut als eine der schwierigeren Aufgaben entpuppt, so lerne ich damit erstaunlicher Weise schnell umzugehen und entwickele mich zu einer strebsamen und richtig guten Schülerin des Nichtstuns (Eigenlob diesbezüglich stinkt nicht, finde ich).

Ein interessanter und nicht erwarteter Nebeneffekt dabei:
Ich finde zu mir selbst und stelle fest, dass für VORALPENWERK unter anderem ein nicht unwesentliches Quentchen an eisernem Willen gefehlt hat, dass ich einem ganz anderen "Wollen" unterliege und dass die Vorstellung von etwas manchmal schöner ist, als die Realität.

Noch ist das "Neue Wollen" ein passives Verb, naive Magie, ohne Gesicht, allenfalls ein Gefühl, Ideen, Impulse...nachdenklich, in Ruhe...Family first...

 

Bestärkt darin hat mich dieser toller Artikel:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45649/Stillstand-irritiert-uns

 

 

Keine Sorge, die Hausfrau ist nicht zurück, aber ich versuche mich bewusst von leistungsorientierten Denkmustern, lauten Dogmen, kurzweiligen Trends zu lösen, aus dieser Kurve sanft auszubrechen und erlerne eine ganz neue Form von Zufriedenheit, gepaart mit Freiheit und lasse mir Zeit, ganz viel Zeit bevor ich mich wieder unnötig verfange und mitreißen lasse vom vermeintlichen Spektakel, der mich in erster Linie ablenkt.

 

Sollten mich dabei meine umtriebigen und neugierigen Hummeln im Hintern wieder stören, werden sie seit Neuestem ganz einfach von meinem bronzefarbenen Notizbuch eingefangen und gegebenenfalls auch mal erschlagen. Tja – es ist halt nicht alles Gold, was glänzt, Bronze schon mal gar nicht...!

 

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